Gemeinde Arrach

Landkreis Cham

 
 

 

Seniorenbetreuung in der Gemeinde Arrach – eine Erfolgsgeschichte!

 

 

Die Senioren der Gemeinde Arrach haben das Glück, mit Marion Weber eine äußerst engagierte Seniorenbeauftragte zu haben, die ihnen in vielen alltäglichen Situationen mit Rat und Tat zur Seite steht.

 

Im Juni 2014 hat sich Arrach dazu entschlossen, die erweiterte Seniorenbetreuung zu schaffen, womit das Betreuungsangebot deutlich größer wurde. Arrach war damit im Übrigen die erste Kommune im Landkreis Cham mit diesem Konzept.

 

Das Angebot beschränkt sich nicht nur auf die Organisation von Veranstaltungen und Ausflügen für unsere älteren Mitbürger.

Da es immer schwieriger wird, im Alter mobil zu sein, bietet Frau Weber den Senioren zudem kompetente Hilfestellung etwa bei Einkäufen oder Behördengängen an.

 

Der rege Zuspruch zeigt von der Notwendigkeit einer Hilfestellung älterer Mitbürger; bringt das Leben bekanntlich ein stetig steigendes Maß an Komplexität und „Papierwust“ mit sich.

 

Gegenseitige Besuche bei benachbarten Seniorenkreisen sowie Info-Besuche beim Landratsamt Cham gehören für die Seniorenbeauftragte zur Selbstverständlichkeit, um „am Ball zu bleiben“ sowie den Seniorenkreis abwechslungsreich und vielfältig zu gestalten.

 

Man kann wohl behaupten, dass die Gemeinde Arrach mit der hauptamtlichen Seniorenbetreuung ein Erfolgsprojekt geschaffen hat, das seinesgleichen sucht.

 

 

 

 

Erreichbarkeit von Frau Weber:

Tel. 09946 650 oder

0174 6567173

Email: marionweber1@gmx.de


 

 

 

 



 

  

 

 


Programm Seniorenkreis Gemeinde Arrach 2018


23.04.2018             Vortrag im Klausenhof, BRK

14.05.2018             Muttertagsausflug

                                 Abfahrt 14.00 Uhr an den bekannten Haltestellen

24.05.2018             Pfingsten Seniorennachmittag

14.06.2018             Oberpfälzer Seenland / Murner See

16.07.2018             Waldwipfelweg St. Englmar

August                    - Urlaub -

10.09.2018             "Singender Wirt" in Schweinhütt, Kaffeerösterei Zwiesel

08.10.2018             Hofführung Langlebenhof in Passau - Einkaufsbummel

05.11.2018             Vortrag im Klausenhof

30.11.2018             Christkindlmarkt Hauzenberg

10.12.2018             Weihnachtsfeier


Bitte auch die jeweiligen Meldungen in der Tagespresse beachten!

 


Zu Ehren der Mütter und Großmütter                                                                                                                

Muttertagsfeier der Arracher Senioren am Großen Arbersee


Das höchste Gut, das jedem Menschen geschenkt wird, ist die Mutterliebe, die immer öfter stressbedingt in Vergessenheit gerät. Der Arracher Seniorenbeauftragten Marion Weber ist es nicht nur eine vermeintliche Pflichterfüllung an einem bestimmten Tag im Jahreskreis, ihren Seniorinnen, die ja auch allesamt Mütter sind, einen unvergesslichen Nachmittag zu bereiten. Jedes Jahr wartet sie mit einer anderen Überraschung für die älteren Damen auf. Mit großer Spannung erwarteten diese das bis dato unbekannte Reiseziel, denn Marion Weber hatte zu einem Muttertagsausflug ins Blaue eingeladen.                                                                                                                                                                          

Erst im Bus hörten die 40 mitfahrenden Seniorinnen aus dem gesamten Gemeindegebiet, dass es diesmal in höhere Gefilde ging. Bei herrlichem Sonnenschein starteten die Ausflügler in Richtung des Bayerwaldkönigs, des Großen Arbers. Vorbei am Sporthotel Brennes, der Arberbergbahn ging es zum Großen Arbersee, wo man sich im neuen „Arberseehaus“ (Bistro) zur Bewirtung niederließ. Auch Bürgermeister Sepp Schmid ließ es sich nicht nehmen, „seinen Junggebliebenen“ einen Besuch abzustatten und herzlich zu begrüßen. Schmid gratulierte zu ihrem Ehrentag und stellte auch kurz die Einrichtung der Tagespflege Arrach vor. Zusammen mit der Seniorenbeauftragten überreichte er an jede einzelne Mutter ein kleines Präsent (Pralinenschachtel).


Während man sich an duftendem Kaffee und leckerem Kuchen labte, spendete man Marion Weber Aufmerksamkeit, die von der Entstehung und dem Ursprung des Muttertages erzählte. Die Amerikanerin Anna Jarvis wollte nach dem Tod ihrer Mutter am 8. Mai 1905 erreichen, dass alle Mütter noch zu Lebzeiten geehrt werden. Sie kaufte eine Werbeagentur und brachte ihre Botschaft unter die Menschen: „Schafft den Ehrentag der Mutter – setzt diesen Frauen ein unvergängliches Denkmal“. Und tatsächlich wurde bereits 1907 der zweite Mai-Sonntag offizielle zum Muttertag erklärt. „Für jede noch lebende Mutter soll eine rote, für die bereits verstorbene eine weiße Rose verschenkt werden“, so Weber. Der Muttertag mache aber nur dann Sinn, wenn die Dankbarkeit auch dann noch besteht, wenn die Blumen schon verwelkt sind. Ihren Gedanken ließ sie noch ein Gedicht von Adalbert Stifter folgen: „Das Mutterherz ist der schönste und unverlierbare Platz des Sohnes, selbst wenn er schon graue Haare trägt. Und jeder hat im ganzen Weltall nur ein einziges, solches Herz.“                                                                                                                                     


Auch für musikalische Umrahmung war gesorgt, denn Alois Stahl, Ewald Pirtzl und Ernst Neumeier hatten ihre Instrumente mitgebracht und ließen sich mit dezenter Hintergrundmusik hören. Einige bewegungsfreudige Damen dehnten ihren Verdauungsspaziergang sogar noch etwas weiter aus und umrundeten den idyllischen Bergsee zu Fuß, da die Sonne es an diesem Tag besonders gut meinte. Die älteste Walkerin war schon 85 Jahre alt und genoss die Bewegung in der schönen, heimischen Bergwelt sichtlich. Bei der Heimfahrt am Abend erfolgten noch einige Terminhinweise. Am Donnerstag, 24. Mai besuchen die Senioren den Seniorennachmittag am Kötztinger Pfingstfest, am Montag, 28. Mai fährt man mit den Hohenwarther Senioren und Pfarrer Franz Weber nach Hamry. Der nächste Tagesausflug findet am Donnerstag, 14. Juni statt, er führt ins Oberpfälzer Seenland zum Murner See.



Bild u. Bericht: Pfeffer Regina





Bewegtes Jahr bei den Arracher Senioren

                                                 

Seniorennachmittag mit Jahresrückblick


Wieder ist ein Jahr vergangen und mit einem unterhaltsamen Nachmittag starteten die Arracher Senioren ins neue Jahr 2018. Seniorenbeauftragte Marion Weber, die bereits elf Jahre im Amt ist, konnte dazu im Arracher Klausenhof über 40 Anwesende aus allen drei Ortsteilen bei Kaffee und Kuchen willkommen heißen. Gleich zu Beginn stattete sie all jenen Dank ab, die sie bei der Organisation der Fahrten und sonstigen Treffen immer hilfreich unterstützen.


Weber hat die abwechslungsreichen Events mit ihrer Fotokamera begleitet. Unterhaltsam moderiert ließ sie mit einer fröhlichen Bilderschau die Ereignisse 2017 noch einmal Revue passieren. Auch im letzten Januar stand das Treffen zum Jahresrückblick am Anfang. Martina Pfeilschifter, Mitarbeiterin der Senioren-Kontaktgruppe am Landratsamt Cham, informierte im Februar bei einem sehr informativen Vortrag über „Wohnungsanpassung im Alter“. Ein kleiner Kreis von 20 Leuten fuhr im März zur Vorstellung der Gruppe Theaterpatchwork „De verbotene Liab“ nach Bad Kötzting mit vorhergehender Einkehr beim Lindner. Leider litt die Fahrt im April zu den Gartentagen nach Schloss Guteneck unter dem launischen, verregneten Aprilwetter. Dafür hatte man bei der Muttertagsfeier im Mai, die bei fröhlicher Musik und traumhaftem Wetter am „Schönblick“ am Hohen Bogen stattfand, mehr Glück. Recht zünftig ging es zu beim Besuch des Seniorennachmittags auf dem Kötztinger Pfingstfest. Im Juni führte der von Herbert Grasse bestens organisierte Ausflug zum Barockschloss Bečov nad Teplou (Petschau) und nach Pilsen. Wiederum schlechtes Wetter war dem Juli-Ausflug beschieden, der in das Fränkische Seenland mit Schifffahrt auf dem Brombachsee führte. Der Tagesausflug im September hatte das Kloster Weltenburg und die Befreiungshalle in Kelheim zum Ziel. „Gefeiert wird schon immer gern“, witzelte die Seniorenbetreuerin und erinnerte an das weiß-blaue Oktoberfest, bei dem sogar das Tanzbein geschwungen wurde. Einen stimmungsvollen Einstieg in den Advent gewann man beim Weihnachtsmarkt auf Schloss Guteneck und bei der Weihnachtsfeier, die diesmal im Arracher Gasthof Schmidberger stattfand, machte sich Weihnachtsstimmung breit.                                   


„Wir sind wieder weit herumgekommen, haben schöne Ausflüge genossen und das Wetter war fast immer schön“, erinnerte Weber. Für die Zukunft ermunterte sie dazu, sich noch zahlreicher an den Ausflügen zu beteiligen, um die Buskosten für die Mitfahrer im Rahmen halten zu können. Ihr Bestreben ist, dass sich die Seniorenabteilung selber finanziert und nicht (wieder) auf die Unterstützung der Gemeinde angewiesen ist. Man freue sich über jeden Neuzugang, ob männlich oder weiblich, so Weber. Für die anstehende Theaterfahrt „S'boarische Gwand“ nach Bad Kötzting am 9. März sind noch wenige Restplätze frei. Wo die Muttertagsfeier am 14. Mai stattfindet, wollte Marion Weber noch nicht verraten.      


Bürgermeister Sepp Schmid, der zur munteren Runde gestoßen war, war voll des Lobes für die Seniorenbeauftragte. „Mit Marion Weber, die mit soviel Herzblut bei der Sache ist, haben wir einen Glücksgriff gemacht“, befand er und frenetischer Applaus bekräftigte dies. Er ließ nicht unerwähnt, dass oftmals sogar Senioren aus anderen Gemeinden das Angebot nutzen und bei den Fahrten dabei sind. „Schön, wenn wir als Gemeinde dazu betragen dürfen, dass es euch gut geht“, so Schmid, der zu seinen Neujahrswünschen sogleich noch den Kauf eines neuen Beamers zusagte. Weiter informierte er, dass die Tagespflege im April in Betrieb geht und auf viele Besucher hofft. Auch über den neuen Hilfsfonds „Bürgerhilfe Arrach“ gab Schmid einen kurzen Überblick. Die Seniorenbeauftragte dankte dem Bürgermeister für seine Worte und die Unterstützung der Kommune. Schließlich konnten als Vorausschau auf die Ausflüge im kommenden Jahr Wünsche und Anregungen eingebracht werden.



Bild u. Bericht: Regina Pfeffer




Lichter, Lieder und Geschenke


Genussvolle Stunden bei der Adventfeier der Senioren  - vorzügliche Bewirtung

 

Die Gemeinde Arrach würdigte die Lebensleistung der Senioren und bewirtete sie bei einer besinnlichen adventlichen Feier. Bei Kaffee und Plätzchen adventliche Geschichten und Gedichte hören sowie lieb gewonnene Weihnachtslieder singen: Seniorenbeauftragte Marion Weber hatte dazu in das Gasthaus Berghof/Schmidberger in Arrach eingeladen und die teils nachdenkliche, teils erfreuliche Feier liebevoll vorbereitet. 55 Besucher aus den drei Ortschaften Arrach, Haibühl und Ottenzell waren der Einladung gerne gefolgt. Weber entschuldigte Bürgermeister Sepp Schmid, der verhindert war.                  


Für vorweihnachtliche Atmosphäre sorgten die festlich geschmückten Tische und der strahlende Christbaum in der Raummitte. Den musikalischen Part der Veranstaltung hatte der „Waidler-Zwoagsang“ mit Erwin Breu (Gitarre/Steirische) und Peter Kopp (Zither) übernommen. Mit staaden Weisen und Gesang ließen sie ihre Stimmen und Instrumente erklingen. Gerne sangen die Senioren auch so manches bekannte Weihnachtslied miteinander. „Stargast“ des Nachmittags war Mundartdichter Hermann Dachs („Mojer Hermann“) aus Lohberg, der bereits vor vier Jahren in dieser Runde unterhielt. Seine selbstgedichteten Verserl waren aus dem wirklichen Leben gegriffen und sprachen den Senioren aus der Seele. Sie stimmten dem Sprecher zu, wenn er vom Christkindlbrief eines kleinen Waisenmädchens, deren einziger Wunsch die Elterliebe ist, oder von den Gedanken eines alten Muatterls, das sich von der jungen Generation fast vergessen erlebt, berichtete. Zum Schmunzeln waren die Gedichte vom Christbaumstehlen oder Baumschmücken. Aber auch die Herbergssuche oder das Jesuskind in der Krippe fanden Erwähnung. Und auch seinem geliebten Bramersbacher Platz in Lohberg hatte Hermann Dachs einige Verserl gewidmet. Marion Weber dankte ihm mit einem hochprozentigen Präsent.


Gut in die Runde passten auch die zwei eher nachdenklichen Geschichten, die die Seniorenbeauftragte vortrug. Als Sprecherin aller Anwesenden überreichte Mariele Dübbelde einen Präsentkorb nebst Gutschein an Marion Weber als Dank für ihre aufopfernde Arbeit. Den weiteren Nachmittag ließ man dann bei einem schmackhaften Essen und gepflegter Unterhaltung ausklingen. Als Weihnachtsgeschenk verteilite Marion Weber eine stilvolle Weihnachtsbaumkugel. Herzliche Segenswünsche begleiteten die Senioren bei der Verabschiedung am Ende der vorweihnachtlichen Stunden.


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Bilder u. Bericht: Regina Pfeffer




Senioren feierten stimmungsvoll bayerisch-weißblau               


Zünftiges Oktoberfest bei den Arracher Senioren


Ganz wie auf dem großen Vorbild, dem Münchner Oktoberfest, hieß es auch auf dem Oktoberfest der Arracher Senioren: „O‘zapft is“. Seniorenbeauftragte Marion Weber hatte dazu eingeladen und in liebevoller Vorarbeit die Tische im Klausenhof zünftig weiß-blau dekoriert. Sie konnte sich über den guten Zuspruch von 43 Junggebliebenen freuen. Auch Bürgermeister Sepp Schmid schaute bei der munteren Truppe vorbei und mischte sich unters Geschehen.


Dass die Stimmung hochkochte, dafür sorgte das Musiker-Duo Erwin Breu und Daniel Kuen, die es vortrefflich verstanden, dass die Senioren nicht lange auf ihren Plätzen blieben. So manches Zipperlein war vergessen, als eine Reihe mutiger Tanzpaare ihre Runden drehten. Marion Weber ließ sich mit einigen Gstanzln hören. Dazwischen wurde gesungen, gelacht und geschunkelt. Für das leibliche Wohl war ebenfalls ausreichend gesorgt. Kaffee und Kuchen (gebacken von den Seniorinnen, die sich gerne dafür bereit erklärt hatten) sowie Weißwürste, Brezen und Bier ließen keine Hunger- bzw. Durstgefühle aufkommen. Als weitere Termine stehen fest: Montag, 13. November Gemütliches Kaffeetrinken mit Vortrag im Klausenhof, Samstag, 2. Dezember Fahrt zum Christkindlmarkt nach Schloss Guteneck (bei Nabburg/Oberpfalz) und Montag, 11. Dezember Weihnachtsfeier im Gasthaus Schmidberger (Berghof/Heindl).


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Bericht u. Bilder: Regina Pfeffer





Pressebericht vom Seniorenausflug im September:

Ruhmeshalle und klösterliche Bescheidenheit           

                                                                                                                    

Arracher Senioren waren wieder „on tour“ - Kelheim mit Kloster Weltenburg war diesmal das Ziel 


Zwei geschichtlich herausragende Sehenswürdigkeiten hatte der Tagesausflug der Arracher Senioren im September zum Ziel: zum einen war es das Kloster Weltenburg, das die Reisegesellschaft beeindruckte, zum anderen die Befreiungshalle in Kelheim. Zur Abfahrt am frühen Morgen versammelten sich 23 Teilnehmer aus den drei Ortsteilen, um zusammen mit ihrer Seniorenbeauftragten Marion Weber in Richtung Altmühltal zu starten.   


Bei idealen Reisebedingungen erreichten sie gegen 10.30 Uhr Kelheim. Bei der Schiffsanlegestelle bestiegen die Damen und Herren das Fahrgastschiff, um damit dem romantischen Donaudurchbruch (entstanden vor rund 180 000 Millionen Jahren) entgegen zu schippern. Das bizarre Geotop ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet und heißt offiziell „Weltenburger Enge“. Die Senioren waren beeindruckt von den imposanten Felswänden, die zu beiden Seiten aufragen, durch die sich die Donau in den Jahrtausenden ihren Weg bahnte. 


Nach einem traditionellen bayerischen Mittagessen in der Weltenburger Klosterschenke wurden die Junggebliebenen schon von Ernie Christl erwartet, die sie durch die schöne Klosterkirche St. Georg führte. Das um 620 gegründete Kloster Weltenburg gilt als das älteste Kloster Bayerns und beheimatet unschätzbare Kunstwerke. Schon im achten Jahrhundert übernahmen die Mönche an diesem markanten Ort die Regeln des heiligen Benedikt. Wechselvoll und zum Teil dramatisch verlief die Geschichte des Klosters. Die von den Gebrüdern Asam in den Jahren 1716 bis 1739 erbaute und ausgestaltete Abteikirche zählt zu den Spitzenleistungen des europäischen Barocks. Bis in unsere Tage erklingt täglich zu festgelegten Zeiten das Chorgebet der Mönche. Im Jahre 1803 fiel Weltenburg der Säkularisation zum Opfer und wurde aufgelöst. Es wurde aber schon 1842 durch König Ludwig I. von Bayern als Priorat wiedererrichtet und von Mönchen aus Metten besiedelt. Seit dem Jahre 1913 ist Weltenburg wieder Abtei.    


Wohlbehalten mit dem Schiff wieder in Kelheim angekommen, war die Besichtigung der von weitem sichtbaren Befreiungshalle auf dem Michelsberg oberhalb der Stadt Kelheim ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 wurde 1842 in Anlehnung an antike und christliche Zentralbauideen begonnen und 1863 vollendet. Der mächtige Rundbau wurde aus Kelheimer Kalkstein erbaut. Auf der Außenfassade befinden sich 18 Kolossalstatuen als Allegorien der deutschen Volksstämme, im Innenbereich reichen sich 34 Siegesgöttinnen aus Carrara-Marmor die Hände. Danach ging es  – unterbrochen durch eine gesellige Kaffeepause -  mit dem komfortablen Reisebus wieder gemütlich nach Hause.



Bild u. Bericht: Regina Pfeffer







Pressebericht vom Seniorenausflug im Juni:

Prunk und Romantik in Osteuropa                                                                     

Arracher Seniorenausflug führte nach Tschechien – St.-Maurus-Schrein auf Schloss Bečov beeindruckte nachhaltig


Wieder einmal war das benachbarte Tschechien das Ziel des Arracher Seniorenausfluges. Als versierter Organisator stand erneut Herbert Grasse der Seniorenbeauftragten Marion Weber zur Seite. 35 gut aufgelegte Teilnehmer nahmen bei herrlichem Sommerwetter im Reisebus Platz und ließen sich zunächst durch den wunderschönen Kaiserwald chauffieren. Während der Fahrt stimmte der gebürtige Prager Grasse seine Zuhörer mit historischen Fakten und Anekdoten auf die einzelnen Stationen ein. Der Kaiserwald ist ein Höhenzug im Bäderdreieck Marienbad, Karlsbad und Franzensbad. Einst bekannt durch reiche Bodenschätze und die Porzellanindustrie ist er jetzt mit seinen Mooren Naturschutzgebiet.                         


Die spätgotische Burg und das Barockschloss in Bečov nad Teplou (Petschau) war das erste Ziel. Die Burg, die als Zollstelle in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet wurde, ist die unübersehbare Dominante im malerischen Tal der Tepl (Teplá). wurde Das Schloss unterhalb der Burg wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Die 75-minütige deutschsprachige Führung durch die Repräsentationsräume im kühlen Schloss war (trotz der vielen Treppen) überaus interessant. Der ehemalige Besitzer machte mit der Geschichte der Schlossanlage, seiner baulichen Entwicklung und seinen Inhabern bekannt. Besondere Erwähnung verdienten sich die gut erhaltene Schlossbibliothek und die Schlosskapelle des hl. Peter.                                                                                                     

Die besondere Aufmerksamkeit der Besucher jedoch zog der romanische Reliquienschrein des heiligen Maurus, ein außergewöhnlich wertvolles Zeugnis der Goldschmiedekunst im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts, auf sich. Der aus dem Rheingebiet stammende, vergoldete und mit Edelsteinen verzierte Schrein gilt als das zweitwertvollste Kunstwerk in der Tschechischen Republik (nach den Kronjuwelen) und hat einen unsagbaren Wert. Dienen sollte er zur Aufbewahrung der sterblichen Überreste des heiligen Maurus, später wurden noch Reliquien von Johannes dem Täufer, des heiligen Timotheus und Apollinaris beigelegt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Schrein von den damaligen Besitzern, die flüchten mussten, versteckt und im Jahre 1985 von der tschechoslowakischen Kriminalpolizei unter dem Fußboden der gotischen Burgkapelle entdeckt. Seit 2002 ist das Reliquiar der Öffentlichkeit zugänglich. Die sichtlich beeindruckten Senioren erhielten Gelegenheit, den Reliquienschrein im tresorartigen Ausstellungsraum in der Glasvitrine aus nächster Nähe zu betrachten und wurden mittels eines Filmes über seine Entdeckung informiert.                                


Beim gemütlichen Mittagessen im nahen Gasthaus wurde noch ausgiebig über die Eindrücke gesprochen. Aus Zeitgründen wurde kurzerhand die Reiseroute geändert. Statt Franzensbad steuerte man Pilsen an. Der Aufenthalt im historischen Zentrum der europäischen Kulturhauptstadt wurde gerne für einen Eisbecher oder ein kühles Getränk genutzt. Danach wurde endgültig die Heimfahrt nach Arrach angetreten. Am Ortseingang der Ortschaft Janovice nad Uhlavou, der Partnergemeinde von Arrach, machte Herbert Grasse auf das Ortsschild mit dem Wappen der Gemeinde Arrach aufmerksam.                                                             


Seniorenbeauftragte Marion Weber bedankte sich herzlich bei Grasse für die Reiseleitung. Auch im nächsten Jahr soll wiederum eine Fahrt ins Nachbarland (evtl. Franzensbad und Eger) ins Programm aufgenommen werden. Zunächst aber geht es am Montag, 24. Juli zum Brombachsee im Fränkischen Seenland. 



Bild u. Bericht: Regina Pfeffer